5 Fakten zur Übung: Wie die FF Pillichsdorf ein „Vollbrand-Szenario“ trainiert

Sicherheit ist kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit. Letzte Woche haben wir bei der Übung im alten „Trebitsch-Haus“ am Hauptplatz den Ernstfall geprobt. Ein Wohnhausbrand mit drei vermissten Personen – ein Szenario, das uns alles abverlangt hat. Damit du verstehst, was hinter so einem Training steckt, hier 5 Fakten, die du vielleicht noch nicht kanntest:

1. Training unter Echtbedingungen – Ein seltener Bonus
Warum das „Trebitsch-Haus“? Weil es bald abgerissen wird! Das gab uns die einmalige Chance, eine Nassübung direkt im Haus durchzuführen. Normalerweise üben wir „trocken“, um Schäden zu vermeiden. Diesmal konnten wir tatsächlich Wasser einsetzen, was die Bedingungen viel realistischer machte – vom Rutschen auf nassen Böden über widerspenstige Schläuche bis zur echten Rauchentwicklung.

2. Atemschutz: Mehr als nur „blind“ im Rauch
Wenn du unsere Atemschutztrupps auf den Fotos siehst, siehst du absolute Konzentration. Sie müssen sich mit schwerer Ausrüstung durch komplett verrauchte Räume tasten. Dabei ist es ihre Aufgabe, nicht nur Menschen zu suchen und Brände zu löschen, sondern auch Gefahrenquellen zu identifizieren. So haben sie im Gebäudeinneren eine Sauerstoffflasche und eine Gasflasche gefunden und gesichert – im Ernstfall entscheidend, um Explosionen oder Brandbeschleunigung zu verhindern.

3. Taktik: Außen löschen, Innen retten
Gleichzeitig mit dem Rettungsangriff im Haus bekämpften wir den Garagenbrand von außen, um ein weiteres Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude zu verhindern. Das erfordert perfekte Koordination zwischen den Mannschaften von TLFA (Tanklöschfahrzeug) und LFW (Löschfahrzeug-Wasser). Jedes Fahrzeug war voll besetzt, um alle Aufgaben parallel bewältigen zu können.

4. Die Bergung durchs Kellerfenster – Eine technische Herausforderung
Keine Rettung ist einfach, manche sind aber besonders schwierig. Die dritte vermisste Person befand sich im Keller, der direkte Weg nach oben war versperrt. Unsere einzige Option: Eine Rettung über ein kleines Kellerfenster mittels Spineboard. Das erfordert Teamwork und technische Kniffe, um die verletzte Person sicher ans Freie zu bringen.

5. Nachbesprechung und „Wiederherstellung“ – Der Einsatz endet nicht mit „Brand aus“
Nachdem alle Personen gerettet und die Feuer gelöscht waren, begannen die Analysen. Was lief gut? Wo können wir noch schneller werden? Jede Übung ist eine Lernkurve. Und danach? Schläuche rollen, Fahrzeuge auftanken, Ausrüstung prüfen – alles muss wieder einsatzbereit sein, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.

Dank an die Gemeinde Pillichsdorf für die Bereitstellung des Gebäudes und an alle Kamerad:innen für den engagierten Einsatz!

Du bist neugierig geworden und möchtest selbst lernen, wie man im Team Menschen hilft? Wir freuen uns über jedes neue Mitglied – sprich uns einfach an!