Am Nachmittag des 18. Jänner 2026 wurden wir gegen 14:00 Uhr zu einem technischen Einsatz in die Kellergasse gerufen. Die Alarmierung lautete auf „Keller auspumpen“ in einem Keller zwischen der oberen und unteren Kellergasse. Vor Ort bot sich den Einsatzkräften folgendes Bild: Aufgrund der anhaltend tiefen Temperaturen war eine Wasserleitung aufgefroren, wodurch über einen längeren Zeitraum unbemerkt enorme Wassermengen in die tiefergelegenen Kellerröhren geströmt waren.
Bei der ersten Erkundung stellte die Einsatzleitung fest, dass die Kellerröhren von insgesamt drei nebeneinanderliegenden Presshäusern massiv betroffen waren. Das Wasser stand den Kamerad:innen in den unterirdischen Gewölben teilweise bis zur Hüfte. Da die einzelnen Röhren über kleinere Mauerdurchbrüche miteinander verbunden waren und somit ein gemeinsames hydraulisches System bildeten, war taktisches Fingerspitzengefühl gefragt. Um die statische Stabilität des historischen Mauerwerks nicht durch einseitigen Wasserdruck zu gefährden, mussten die Keller mittels mehrerer Tauchpumpen zeitgleich und gleichmäßig abgepumpt werden. Nur so konnte ein gefährliches Ungleichgewicht zwischen den betroffenen Räumlichkeiten vermieden werden.
Die Arbeiten gestalteten sich aufgrund der Enge in den Kellern und der winterlichen Bedingungen im Freien als zeitintensiv. Über mehrere Schlauchleitungen wurden die Wassermassen kontrolliert ins Freie abgeleitet. Erst gegen 17:30 Uhr konnten die Pumparbeiten erfolgreich abgeschlossen werden. Aufgrund der starken Verschmutzung in den Kellerröhren war im Anschluss eine gründliche Reinigung der eingesetzten Geräte sowie der persönlichen Schutzausrüstung der Kamerad:innen notwendig, die mit vollem Einsatz dabei waren. Nach der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft im Feuerwehrhaus konnte der Einsatz gegen 18:30 Uhr offiziell beendet werden.





