Gemeinsam Großes bewegen – Schadstoffübung der Feuerwehr Pillichsdorf am 14.11.2025

Am Abend des 14. November 2025 fand bei Nebel, Regen und nasser Fahrbahn eine anspruchsvolle Einsatzübung der Feuerwehr Pillichsdorf statt. Das Wetter sorgte für eine realistische, herausfordernde Atmosphäre – Regen, eingeschränkte Sicht und glitschiger Untergrund forderten die Mannschaft zusätzlich und machten deutlich, wie wichtig routinierte Abläufe und klare Kommunikation sind.

Übungsannahme war ein Schadstoffaustritt bei einem umgekippten Tankanhänger. Gerade bei Einsätzen mit potenziell gefährlichen Stoffen steht der Eigenschutz an erster Stelle. Solange keine Menschen unmittelbar in Gefahr sind, zählt nicht Geschwindigkeit, sondern sorgfältiges und sicheres Arbeiten. Die Fotos zeigen eindrucksvoll, wie konzentriert und strukturiert die Mannschaft Schritt für Schritt vorging.

Zu Beginn stand der Anhänger noch aufrecht, weshalb der erste Teil der Übung darin bestand, ihn kontrolliert zu Boden zu bringen. Mit einer LKW-Seilwinde auf der einen und einem Greifzug auf der gegenüberliegenden Seite wurde der Anhänger so gesichert, dass er sich zu keinem Zeitpunkt unkontrolliert oder ruckartig bewegen konnte. Über Schlingen wurden geeignete Anschlagpunkte gesetzt, und beide Sicherungssysteme arbeiteten im Zusammenspiel, um das schwere Fahrzeug langsam und stabil auf die Seite zu kippen. Die ruhige Kommunikation der Einsatzkräfte, ihre präzisen Handzeichen und die gegenseitige Absprache waren besonders in der Dunkelheit entscheidend und spiegeln die professionelle Teamarbeit wider.

Nach dem kontrollierten Umlegen konnten die eigentlichen Arbeiten beginnen. Um die Schlingen zu entfernen und für die nächste Phase der Übung neu anzulegen, wurde der Tankanhänger mithilfe von Hebekissen so weit angehoben, dass darunter gearbeitet werden konnte. Die Bilder zeigen, wie vorsichtig und zugleich entschlossen die Mannschaft vorging – oft auf den Knien, mit Stirnlampen, Handschuhen und voller Konzentration. Auch hier galt: lieber langsam und sicher, als schnell und riskant.

Im letzten Schritt wurde der Anhänger erneut mit Seilwinde und Greifzug aufgerichtet. Wieder arbeitete das Team synchron, überprüfte regelmäßig die Spannung der Seile und hielt den Anhänger in jeder Position gesichert. Schließlich stand das Fahrzeug wieder stabil auf seinen Rädern – ein sichtbares Ergebnis gemeinsamer Kraft, technischer Präzision und perfekt abgestimmter Zusammenarbeit.

Nachdem alle Geräte versorgt und wieder einsatzbereit gemacht wurden, fand eine ausführliche Nachbesprechung statt. Im Schein der Einsatzfahrzeuge tauschte die Mannschaft Erfahrungen aus, reflektierte Verbesserungsmöglichkeiten und festigte damit das Gelernte.

Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie viel Professionalität, Übung und Teamgeist hinter einem sicheren Einsatzablauf stehen. Gerade bei Schadstofflagen, bei denen Vorsicht oberste Priorität hat, ist ein perfekt eingespieltes Team unverzichtbar.

Gemeinsam Großes bewegen – dieser Titel passt nicht nur zur Übung selbst, sondern auch zu den Menschen, die sie durchführten.